Verdaechtige URL eingeben
Tipp: Kopiere die URL aus der Adresszeile oder aus der E-Mail.
Die Analyse findet komplett lokal statt, die URL wird nirgendwo hingeschickt.
Verdaechtige E-Mail einfuegen
Die Analyse sucht nach typischen Phishing-Formulierungen und Mustern.
Alles laeuft lokal, nichts wird gesendet.
Wie erkenne ich Phishing
Warnsignale in URLs
Schreibfehler im Domainnamen
Angreifer nutzen aehnlich aussehende Zeichen. Beispiel:
paypa1.com statt
paypal.com.
Die "1" sieht wie ein "l" aus.
Zahlen statt Buchstaben
g00gle.com statt
google.com.
Die Null sieht wie ein "o" aus.
Zusaetzliche Subdomains
paypal.com.sicherheit-konto.de
Die echte Domain ist hier sicherheit-konto.de,
nicht PayPal. Alles vor der letzten Domain-Endung gehoert dem Angreifer.
Bindestriche und lange Subdomains
Viele Bindestriche oder ungewoehnlich lange Subdomains sind oft ein Warnsignal.
Beispiel: konto-verifizierung-service.de
Ungewoehnliche Top-Level-Domains
Endungen wie .xyz,
.top,
.click werden oft von Betruegern genutzt.
Aber: auch serioese Seiten koennen sie nutzen.
IP-Adresse statt Domain
Beispiel: http://192.168.1.1/login.
Serioese Firmen nutzen Domainnamen, keine rohen IP-Adressen.
Ungewoehnliche Ports
Adressen wie https://beispiel.de:8443/login
mit ungewoehnlichen Ports sind verdaechtig.
URL-Kuerzer
Dienste wie bit.ly, tinyurl.com oder goo.gl verstecken das eigentliche Ziel.
Fahre mit der Maus darueber oder nutze einen URL-Entpacker, um das Ziel zu sehen.
Warnsignale in E-Mails
Dringlichkeit und Druck
Formulierungen wie "Ihr Konto wird in 24 Stunden gesperrt!",
"Sofort handeln!" oder "Letzte Warnung" sollen dich zu schnellem Handeln zwingen.
Serioese Absender setzen dich nicht unter Druck.
Aufforderung zur Passworteingabe
Keine serioese Firma fragt per E-Mail nach Passwort, PIN, TAN oder Kreditkartennummer.
Solche Anfragen sind fast immer Betrug.
Ungewoehnliche Zahlungsaufforderungen
Vor allem per Geschenkkarte, Kryptowaehrung, Ueberweisung ins Ausland oder Western Union.
Serioese Firmen nutzen solche Wege nicht.
Persoenliche Anrede fehlt oder ist falsch
"Sehr geehrter Kunde" statt deines Namens, oder eine voellig falsche Anrede.
Deine echte Bank kennt dich normalerweise.
Rechtschreib- und Grammatikfehler
Viele Phishing-Mails enthalten Fehler. Aber: KI-generierte Phishing-Mails werden immer besser.
Verlasse dich nicht nur darauf.
Absenderadresse passt nicht
Beispiel: service@paypal-sicherheit.com.
Die echte Domain steht nach dem @, nicht davor.
Ungewoehnliche Anhaenge
Vor allem Dateien wie .exe,
.zip mit Passwort,
.html oder
.iso. Oeffne sie nie, wenn du nicht sicher bist.
Wie schuetze ich mich
Links nie direkt anklicken
Oeffne wichtige Seiten immer selbst, indem du die Adresse in die Adresszeile tippst.
Oder nutze ein Lesezeichen. Klicke nie auf Links in unerwarteten E-Mails.
Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)
Aktiviere 2FA ueberall, wo es geht. Selbst wenn ein Passwort gestohlen wird,
haben Angreifer damit nur schwer Zugriff.
Passwort-Manager nutzen
Ein Passwort-Manager kennt die echten Domains deiner Konten. Wenn eine Phishing-Seite
auf einer anderen Domain laeuft, warnt er dich oder fuellt nicht aus.
Eindeutige Passwoerter
Nutze fuer jeden Dienst ein anderes, langes Passwort. So kann ein einziger Leak
nicht deine anderen Konten gefaehrden.
Browser-Warnungen ernst nehmen
Moderne Browser warnen vor unsicheren Seiten. Klicke nicht auf "Trotzdem fortfahren",
wenn du dir nicht absolut sicher bist.
Im Zweifel nachfragen
Erhaeltst du eine verdaechtige Mail von deiner Bank, rufe dort an - unter der
Nummer von der offiziellen Webseite, nicht aus der Mail.
Updates installieren
Halte Betriebssystem, Browser und Apps aktuell. Sicherheitsluecken werden
oft von Phishing-Kampagnen ausgenutzt.
Bekannte Marken-Faelschungen
Angreifer nutzen aehnlich aussehende Domains. Hier typische Beispiele:
| Marke | Offiziell | Typische Faelschung |
|---|---|---|
| PayPal | paypal.com | paypa1.com, paypal-sicherheit.com |
| Amazon | amazon.de | amaz0n.de, amazon-kunden.de |
| google.com | g00gle.com, google-anmeldung.com | |
| Microsoft | microsoft.com | micros0ft.com, microsoft-konto.de |
| Apple | apple.com | app1e.com, apple-id-verifizierung.com |
| Sparkasse | sparkasse.de | sparkasse-sicherheit.de, sparkase.de |
| DHL | dhl.de | dhl-paket.de, dhI.de (grosses I statt l) |
| Netflix | netflix.com | netfIix.com, netflix-zahlung.com |
Schlechte URL (Phishing)
https://paypal.com.sicherheit-konto.de/login
Die echte Domain ist sicherheit-konto.de.
"paypal.com" ist hier nur eine Subdomain und gehoert dem Angreifer.
Gute URL (offiziell)
https://www.paypal.com/de/signin
Die echte Domain ist paypal.com.
Alles danach (Pfad) gehoert zur offiziellen Seite.
Was tun, wenn ich reingefallen bin
1. Sofort Passwoerter aendern
Aendere das Passwort des betroffenen Kontos - und ueberall, wo du dasselbe Passwort genutzt hast.
2. Bank kontaktieren
Wenn du Bankdaten eingegeben hast, rufe sofort deine Bank an und
lass die Karte sperren.
3. 2FA aktivieren
Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung, um zukuenftige Zugriffe zu verhindern.
4. Konto-Aktivitaeten pruefen
Schaue in den Einstellungen deines Kontos nach, ob unbekannte Geraete oder
Sitzungen aktiv sind.
5. Phishing-Mail melden
Melde die Mail beim Anbieter (z. B. bei deiner Bank) und leite sie ggf. weiter.
Loesche sie danach.
6. Nicht schaemen
Phishing ist extrem professionell geworden. Selbst IT-Profis fallen darauf herein.
Wichtig ist, schnell zu reagieren.